4. Rezensionen · August 2017 · Roman

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands – Salvatore Basile

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©randomhouse.de
  • Erschienen: 13.3.2017
  • Seiten: 352
  • Verlag: Blanvalet
  • Preis: 19,99€ (Gebunden, Amazon)

Kurzbeschreibung: Seit seine Mutter ihn als Kind verlassen hat, lebt der dreißigjährige Michele von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Doch dann begegnet ihm Elena, die sein Leben wie ein Wirbelwind auf den Kopf stellt und ihn aus seiner Einsamkeit reißt. Als er kurz darauf sein altes Tagebuch wiederfindet, das seine Mutter damals mitnahm, als sie aus seinem Leben verschwand, gibt dies den Anstoß für eine wundersame Reise quer durch Italien, die Micheles ganzes Leben verändern wird. (Source: Amazon.de)

Eigene Meinung:

Die Geschichte um Michele kommt nur langsam in Fahrt, was verständlich ist, da sein Leben sich bis zu der Begegnung mit Elena seit Jahren nicht mehr geändert hat. Also lernt man in den ersten Kapiteln Michele in seiner gewohnten Umgebung kennen und erfährt mehr über seine Vergangenheit. Es war zwar interessant, aber ich hätte mir eine etwas schnellere Entwicklung der Geschichte gewünscht.

Als Michele dann endlich zu seiner Reise aufbricht geht die Story im gemütlichen Tempo weiter und man erkundet mit ihm die Städte auf der Suche nach seiner Mutter. Hierbei kommt es zu vielen Begegnungen mit anderen Menschen, die alle ihre eigene Geschichte zu erzählen haben. Diese kleinen Anekdoten haben mir wirklich sehr gut gefallen. Der Autor schafft es geschickt, dass Michele durch jede Begegnung die Welt ein wenig mehr versteht und die ein oder andere Lebensweisheit mitnimmt.

Die Charaktere der Geschichte waren schön ausgearbeitet, jedoch sind sie mir teilweise ein wenig auf die Nerven gegangen. Mit Michele konnte ich mich jedoch trotzdem anfreunden, Elena hingegen mochte ich bis zu dem Ende nicht so besonders. Hingegen fand ich die Nebencharaktere alle sehr sympathisch und stimmig.

Was auf jeden Fall für dieses Buch spricht ist der tolle Schreibstil des Autors. Ich habe immer wieder mal eine Stelle doppelt lesen müssen, weil ich die Formulierung einfach so schön fand. Man konnte sich immer alles sehr plastisch vorstellen und er hat genau die richtige Stimmung für eine solche Geschichte gefunden. Den italienischen Charme hat man auch immer spüren können, was ich an Werken aus anderen Ländern immer toll finde.

Fazit:

Der Schreibstil und die vielen kleinen Anekdoten in diesem Werk haben mir sehr gut gefallen und auch sonst war das Buch sehr angenehm zu lesen. Ein paar Dinge haben mich etwas gestört, dennoch würde ich das Buch weiterempfehlen.

3

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Ein Kommentar zu „Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands – Salvatore Basile

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