1. 2017 · 4. Rezensionen · Roman · Südamerika · September 2017

Das Papierhaus – Carlos María Domínguez

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©amazon.de
  • Erschienen: 20.10.2014
  • Seiten: 89
  • Verlag: Insel Verlag
  • Preis: 12€ (Gebunden, Amazon)

Kurzbeschreibung: Als die junge Literaturprofessorin Bluma Lennon die Straße überquert, wird sie, in einen Gedichtband Emily Dickinsons vertieft, von einem Auto erfasst und ist auf der Stelle tot. Ihren Lehrstuhl in Cambridge übernimmt ein junger Kollege, den mit Bluma nicht nur die Liebe zur Literatur verband, sondern ebenfalls eine turbulente Liaison. Eines Tages erhält er ein ramponiertes Buch mit einer Widmung seiner ehemaligen Geliebten, und verstört bricht er auf, einer Spur zu folgen, die ihn um die halbe Welt führt. Dabei wird er unversehens in eine Welt geheimer Bibliotheken und mysteriöser Leser hineingezogen. (Source: Amazon.de)

Eigene Meinung:

Mit seinen gerade mal 88 Seiten ist dieses Buch nicht sehr lange und ich hatte anfangs bedenken, dass es zu kurz sein würde, um eine richtige Geschichte zu erzählen. Jedoch wurde ich von diesem Büchlein nicht enttäuscht, denn in Wahrheit geht es gar nicht so sehr darum eine interessante Geschichte zu erzählen, es handelt sich mehr um eine Liebeserklärung an die Literatur und Buchwelt.

Am Anfang war ich mir nicht ganz sicher, wohin dieses Buch mich führen wurde. Denn die Hauptperson bleibt bis zum Ende ein wenig im Schatten und auch sonst werden nicht viele Personen behandelt. Prinzipiell besteht dieses Buch aus langen Monologen und Dialogen. Diese beschäftigen sich alle mit dem gleichen Thema: Bücher.

Ich habe mich in diesem Buch wirklich verloren. Denn man merkt einfach, wie sehr die verschiedenen Charaktere Bücher lieben und ich musste teilweise einfach vor mich hin grinsen, wenn das Buch von Problemen und Begebenheiten berichtet, die einem als Büchernarren einfach passieren.

Auf den letzten Seiten konnte mich das Buch dann auch nochmal richtig packen und ein wenig verstören, als berichtet wurde, was passiert, wenn die Bücherliebe zu weit geht. Es war zwar kein sehr langes Vergnügen, aber das macht nichts, da man dieses Büchlein ohne Bedenken wieder und wieder genießen kann.

Bemerkung am Rande:

Alle paar Seiten gibt es im Buch in rot gehaltene Zeichnungen von Büchern, die immer gerade zur Handlung passen. Diese Skizzen haben mir unglaublich gut gefallen und die Leseerfahrung noch besonderer gemacht.

Fazit: „Das Papierhaus“ ist ein kurzes aber tolles Buch über die Liebe zu Büchern und was passiert, wenn diese zu weit geht. Ich würde dieses Buch ohne Umschweife jedem empfehlen, der Bücher liebt, denn man wird sich definitiv ein wenig in dem Text wiederfinden können.

4

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