4. Rezensionen · Deutschsprachige Literatur · Mai 2017 · Roman · Wien

Geschenkt – Daniel Glattauer

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©randomhouse.de
  • Erschienen: 18.04.2016
  • Seiten: 336
  • Verlag: Goldmann Verlag
  • Preis: 9,99€ (Taschenbuch, Amazon)

Woher/Warum ich dieses Buch habe:

Ich habe schon vor längerer Zeit ein paar Bücher von Glattauer gelesen, die mir gut gefallen haben. Dennoch bin ich erst dazu gekommen dieses Buch zu lesen, als mich eine Freundin zum wiederholten Male darauf hingewiesen hat, dass „Geschenkt“ ebenfalls ein sehr tolles Buch ist. An dieser Stelle Danke an sie 😉

Kurzbeschreibung:

Gerold Plassek ist Journalist bei einer Gratiszeitung, und auch sonst war sein Leben bislang frei von Höhepunkten. Manuel, 14, dessen Mutter Alice für ein halbes Jahr im Ausland arbeitet, sitzt bei ihm im Büro, beobachtet ihn beim Nichtstun und ahnt nicht, dass Gerold sein Vater ist. Gerold selbst weiß es erst seit kurzem – und er hat sich von diesem Schock kaum erholt, als noch mehr Bewegung in sein Leben kommt: Nach einer von ihm verfassten Zeitungsnotiz über ein überfülltes Obdachlosenheim trifft dort eine anonyme Geldspende ein. Der Anfang einer geheimnisvollen Spendenserie, die Gerold offensichtlich mit seinem Schreiben beeinflussen kann. Langsam beginnt Gerold sich mit dem Leben zu versöhnen … (Source: Amazon.de)

Eigene Meinung:

Was mir gleich am Anfang aufgefallen ist, als ich das Buch aufgeschlagen habe, war, dass Gerold alles andere als ein typischer Protagonist ist. Er ist schon etwas älter, geschieden, arbeitet bei einer verpönten Zeitung und zeigt nicht wirklich Interesse daran, sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Wer auf der Suche nach einem Helden ist, der ist definitv bei Gerold falsch am Platz. Aber trotz seiner nicht gerade hervorstechenden Eigenschaften ist er mir während des Lesens durchaus ans Herz gewachsen. Weiterlesen

4. Rezensionen · Deutschsprachige Literatur · Hamburg · Mai 2017 · Roman

Dein perfektes Jahr – Charlotte Lucas

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©luebbe.de
  • Erschienen: 09.07.2016
  • Seiten: 576
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Preis: 16€ (Gebunden, Amazon)

Woher/Warum ich dieses Buch habe:

Wie jedes Jahr zu Ostern hat meine Mutter auch dieses Mal wieder ein Buch für mich ausgesucht. Ich hätte es auch fast nicht gefunden (wer versteckt auch ein Buch in der Altpapiertonne?!) aber als ich es dann schließlich doch in der Hand gehalten habe, ist mir aufgefallen, dass ich das Buch schon mal auf Amazon gesehen hatte und es damals für interessant befunden habe. (Was wieder einmal zeigt, dass meine Mutter einen guten Riecher für Bücher hat, die mir gefallen)

Klappentext:

Ein hinreißend schöner Roman über einen Mann, eine Frau und die wirklich wichtigen Fragen im Leben.

Was ist der Sinn deines Lebens? Falls Jonathan Grief jemals die Antwort auf diese Frage wusste, hat er sie schon lange vergessen.
Was ist der Sinn deines Lebens? Für Hannah Marx ist die Sache klar. Das Gute sehen. Die Zeit voll auskosten. Das Hier und Jetzt genießen. Und vielleicht auch so spontane Dinge tun, wie barfuß über eine Blumenwiese zu laufen. Doch manchmal stellt das Schicksal alles infrage, woran du glaubst … (Source: Amazon.de)

Eigene Meinung:

Da der Klappentext so gut wie gar nichts über die Geschichte verrät, war ich sehr gespannt darauf zu lesen, um was es denn nun wirklich geht.

Prinzipiell lässt sich sagen, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von zwei Personen erzählt wird, die eigentlich wenig gemeinsam haben, bis auf den Fakt, dass sie beide in Hamburg wohnen. Hannah ist eine aufgeweckte, immer positiv denkende junge Frau, die kurz davor steht sich mit ihrem Kinderbetreuungsprogramm selbstständig zu machen. Sie ist schon längere Zeit mit ihrem Freund Simon zusammen, von dem sie sich in nächster Zeit einen Heiratsantrag erwartet. Weiterlesen

4. Rezensionen · Deutschsprachige Literatur · Mai 2017 · Roman · Wien

Selbstporträt mit Flusspferd – Arno Geiger

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©hanser-literaturverlage.de
  • Erschienen: 2.2.2015
  • Seiten: 288
  • Verlag: dtv
  • Preis: 10,90€ (Taschenbuch, Amazon)

Woher/Warum ich dieses Buch habe:

Wie so oft hatte ich eine mehrstündige Pause zwischen zwei Vorlesungen und da das Sommersemester erst vor kurzem begonnen hatte, hielt es mich in dieser Zeit nicht lange in der Bibliothek zum Lernen. Ein paar U-bahnstationen später fand ich mich auf der Mariahilferstraße wieder, wo es mich natürlich sofort in den mehrstöckigen Thalia zog. Ich war in einer sehr kauffreudigen Laune und hatte schon nach wenigen Minuten ein Buch in der Hand, mit dem ich schon bei meinen letzten Besuchen in der Buchhandlung geliebäugelt hatte. Schnell griff ich auch noch nach einem weiteren Buch auf meiner to-read-list (auf Empfehlung von einer Studienkollegin). Wie so oft befand ich mich in der Abteilung für österreichische Literatur und ich wäre schon fast zur Kassa gegangen, da sprang mir ein weiterer Titel ins Auge. Das Buch mit dem seltsamen, aber auch interesseerzeugenden Titel „Selbstporträt mit Flusspferd“ von Arno Geiger lag direkt neben den Büchern von Glavinic und Glattauer (meine ersten beiden Käufe). Vielleicht war gerade der Umstand, dass das Buch mit dem gelben Flusspferd am Cover von Büchern meiner Lieblingsautoren umzingelt war, der Grund, warum ich es ohne groß zu Überlegen an mich nahm und schließlich mit drei Büchern das Geschäft verließ.

Inhalt:

Arno Geiger erzählt von Julian, der seine erste Trennung erlebt und erstaunt ist, wie viel Unordnung dabei entsteht. Um die Unordnung ein wenig zu lindern, übernimmt der Student bei Professor Beham die Pflege eines Zwergflusspferds, das bald den Rhythmus des Sommers bestimmt: Es isst, gähnt, taucht und stinkt. Überraschend verliebt sich Julian in Aiko, die Tochter des Professors, beunruhigt aber verfolgt er, wie täglich neue Katastrophen aus der Welt berichtet werden.

Was wird aus seinem Leben werden? Was, wenn dieser schöne Sommer vorbei ist? Ein Roman über die Suche nach einem Platz in der Welt. (Source: Amazon.de)

Eigene Meinung:

Zugegeben lag das Buch nach meinem Spontankauf erstmal mehrere Wochen auf meinem Bücherstapel und als es dann endlich an der Reihe war, hatte ich den, um ehrlich zu sein nicht sehr viel verratenden Klappentext schon längst vergessen. Ich habe nochmal einen kurzen Blick auf den mysteriösen Titel und das gelbe Flusspferd geworfen, dann habe ich auch schon zu lesen begonnen. Weiterlesen